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| Ein Ostfriese - der am liebsten auf dem Pfahl lebt |
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Hermann Kümmerlehn 300 Tage Pfahlhocker Ein Leben auf dem Pfahl: seit vier Jahren kennt der 33jährige Fotograf Hermann Kümmerlehn aus dem ostfriesischen Leer das 2,50 Meter hohe Holzgerüst mit einem Mini-Brettchen drauf eigentlich viel besser als sein eigenes weiches Bett in dem gemütlichen Einfamilienhaus am Rande seiner Heimatstadt. Am kommenden Mittwoch, 13. September, wird der schlagfertige Leeraner insgesamt 300 Tage auf dem Pfahl im HEIDE-PARK Soltau gesessen haben, davon allein 114 Tage in diesem Jahr. Damit hat er bei dieser Weltmeisterschaft gemeinsam mit seinem Kontrahenten Peter Goldmann aus München den alten Weltrekord der Bad Hersfelderin Regina Odeh (108 Tage) schon mächtig überboten. "Wann ich absteige, weiß ich noch nicht", sagt Kümmerlehn und zeigt immer noch eine erstaunliche Fitneß. 1996 schaffte der Ostfriese 23 Tage, trainierte heftig und erreichte ein Jahr später schon den dritten Platz und sechzig Tage. 1999 lieferte er sich mit Regina Odeh einen zähen Kampf und stieg erst nach 103 Tagen als Vizeweltmeister vom Pfahl. Und damit nicht genug: In der Zeit zwischen den Titelkämpfen tourt Kümmerlehn durch die deutschen Lande, steigt für eine ostfriesische Teegesellschaft auf den HEIDE-PARK-Pfahl und bietet einen besonderen Tee an. Er hat damit viele Freunde vor allem in Süddeutschland gewonnen, hat das Pfahlsitzen noch populärer gemacht und für seine Heimat beste Reklame betrieben. 300 Tage wird er am Mittwoch auf dem Pfahl sitzen und sicher wieder kernige Sprüche auf Lager haben. Kümmerlehn, der Mann, der ohne den Pfahl nicht mehr leben kann, vielleicht dann auch wieder im nächsten Jahr - und dann wieder gegen Regina Odeh, die versprochen hat, 2001 erneut zu starten. |
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